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Wie üblich hatten unser Betrieb und unsere Arbeiter eine schwerverdiente Ruhepause von kurz vor Weihnachten bis Mitte Januar. Dies bedeutete, dass der Chef und Sohn die losen Capblumenköpfe, welche zum trocknen in den Tunneln lagen, regelmässig wenden mussten - leider haben wir nicht daran gedacht Fotos zu nehmen! Auch mussten sie, inmitten einiger der heissesten Dezembertage mit Temperaturen von bis zu 34°C, mit unzeitigem Regen und dadurch enstandenen Wasserabläufen fertig werden.
Unsere Regenzeit streckt sich normalerweise von ca April bis August, jedoch dauerte diese in diesem Jahr durch bis November, Dezember. Als Folge war unsere Farm ein Schwelgen von Farbe der blühenden Strohblumen, Nadelkissen und Heide wie wir schon lange nicht mehr erlebt hatten. Vor allem haben wir noch nie so viele E028 - Capblumen gesehen wie in diesem letzten Dezember. Von weitem und für das ungeübte Auge kamen sie vor wie grosse sandige Flecken.
Als Folge des späten Regens ist die Ernte einiger Artikel früher als normal, was, wegen der andauernden Stromkürzungen, vielleicht ganz gut ist. Zumindest ist die Aussentemperatur noch gut zum trocknen der Artikel. Vielleicht haben Sie ja über CNN von unseren Stromproblemen vernommen. Aus verschiedenen Gründen hat Südafrika einfach nicht genügend Elekztrizität für das ganze Land : der internationale Kohlenpreis, nichtvorhandenes Instandhaltungspersonal und Regierungsrichtlinien an unseren Stromversorgungsbetrieb um auch die ärmeren Haushälte und Hüttenbewohner mit Strom zu versorgen, welche sich immer auf Kerzen und Petroleum verlassen hatten ohne Provision für Weiterentwicklung zu machen. Zur Zeit herrscht ein Run auf Zulieferer für Stromerzeuger - wir konnten noch zwei kleinere Erzeuger bekommen welche genügen müssen, bis wir im nächsten Monat unseren grossen Generator erhalten. Wenn die kalte Zeit einsetzt, werden wir unsere Färberei/Bleicherei, Trockenanlagen und das Büro am Gange halten können. Hoffentlich kann Südafrika auch genügend Diesel bekommen um wiederum alle Stromerzeuger am Gange zu halten!
Da der Bedarf an gefärbten Produkten sehr gut ist, erweitern wir unsere Färberei nun mit neuen Bädern aus fleckfreihem Stahl und einem Heizkessel um Produktivität und Farbbeständigkeit durch schnelles erhitzten der Farbmischung zu verbessern und die Temperatur akkurat beizubehalten. Zur Zeit werden die Farbbäder elektrisch geheitzt und durch die Veränderung auf Dampfheizung, können wir unsere Abhängigkeit von der Elektrizitätszufuhr reduzieren und auf diese Weise ununterbrochene Produktion versichern.
Das grosse Gebiet welches vor 3 Jahren abgebrannt ist, hat sich inzwischen gut erholt und die ersten neuen Salignumzweige und andere Produkte welche knapp waren, können nun langsam wieder geerntet werden. Wenn alles gut geht, kann das Gebiet sich in einem oder zwei Jahren wieder normalisiert haben. Die Farmer in diesem Gebiet haben wirklich eine äusserst schwierige Zeit belebt.
Im Allgemeinen ist die Qualität der Ernte als Folge des Wetters sehr gut für diese Jahreszeit, verglichen mit normalen Sommern was bedeutet, dass wir gute Qualität liefern werden können. Zum Glück hatten wir auch keine grossen Brände!
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